Ferritmagnete bestehen aus den qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Bestandteilen Barium und Strontium und finden in Automatisierungs-, Kontroll- und Messprozessen etc. Verwendung. Sie können isotrop oder anisotrop sein. Um die Anisotropie zu erreichen, wird während des Pressvorgangs ein magnetisches Feld erzeugt. Dieser Vorgang bewirkt eine Partikelausrichtung in ein und dieselbe Richtung, womit verbesserte magnetische Eigenschaften erreicht werden. Durch das Sintern (Hochtemperaturbehandlung) bekommen die Magnete ihre endgültige Form und Festigkeit.

Ferritmagnete haben die chemische Zusammensetzung BaFe12O19 oder SrFe12O19 und sind keramische Oxide. Sie sind aus ca. 80% Eisenoxid (Fe2O3) und ca. 20% Bariumoxid (BaO) oder Strontiumoxid (SrO) zusammengesetzt. Die Rohstoffe sind einfach verfügbar und preiswert. Dieser Magnet ist gegen viele chemische Substanzen resistent, wie z.B. Lösemittel, Laugen und Fluorwasserstoffsäure, seine Beständigkeit ist vor allem von der Temperatur, der Konzentration und der Korrosionszeit der Substanz abhängig. Die Beständigkeit sollte grundsätzlich durch Langzeittests festgestellt werden.
Da es sich um keramische Werkstoffe handelt, sind Ferrite empfindlich gegen Schlag- und Biegebelastung. Aufgrund ihrer großen Härte (Mohs 6-7) müssen sie mit Diamantwerkzeugen bearbeitet werden. Weitere physikalische Daten finden Sie in den Tabellen der nachfolgenden Seiten.
Die Daten zu den magnetischen Eigenschaften der Ferritmagnete können Sie ebenfalls in den Diagrammen und Tabellen der folgenden Seiten finden. Die Betriebstemperatur der Ferrite liegt normalerweise zwischen –40 ºC und 250 ºC.
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